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Die Irisdiagnose

Die Themen dieser Seite:

Die Zeichen im Auge richtig deuten

Es gibt eigentlich nichts Geheimnisvolles oder Übersinnliches um die Iris des Auges. Jeder kann die Regenbogenhaut sehen, jeder kann sie fotografieren, jeder kann versuchen, das Bild zu werten. Trotzdem umgibt den Irisdiagnostiker immer noch der Heiligenschein des Hellsehers, der allein aufgrund von Zeichen im Auge Wesentliches aus der Vergangenheit und Zukunft des Patienten herauslesen kann. Heilpraktiker schwören häufig auf die Irisdiagnose, wogegen Ärzte sie in der Regel verdammen. Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen versucht in seinem Beitrag einen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Meinungen zu finden. nach oben

Augenfarbe gibt Hinweis auf mögliche Erkrankungen

Irisdiagnose - Bitte klickenZwei Hauptfarben werden bei der Iris des Auges unterschieden: Blau und Braun.
Alle anderen Farben, die sonst noch auftreten, sind Mischungen zwischen diesen beiden Grundfarben. Die blaue Augenfarbe bringt man mehr  mit entzündlichen Krankheiten, wie rheumatischen Erkrankungen und Darmentzündungen, die braune Augenfarbe mehr mit Krankheiten des Blutes wie Gefäßverschluss durch Blutgerinnsel (Thrombosen), Herzinfarkt, Schlaganfall und Arterienverkalkung in Verbindung. 
Im großen und ganzen ist damit eine gewisse Entwicklungsrichtung in bezug auf Krankheiten vorgegeben. Dies lässt sich in der Praxis auch verhältnismäßig häufig feststellen. Alle Farben der Iris des Auges haben eine gewisse Bedeutung und zeigen eine Neigung zu Störungen oder Schwächen an. 

Die Farben Braun-Grün, Braun-Orange und Orange sind Mischungen zwischen Braun und Blau, Weiße Auflagerungen stellen rheumatische Ablagerungen dar

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Keine echte Diagnose möglich

Ein wesentlicher Faktor in der Irisdiagnostik ist, dass durch die Beobachtung der Iris keine echten Krankheitsdiagnosen gestellt werden können, zumindest in den meisten Fällen nicht. 
Man kann aber Tendenzen erkennen, zum Beispiel die Neigung zu einer rheumatischen Erkrankung. Diese Tendenzen stellen jedoch selbst noch keine Krankheit dar, sondern sie weisen nur auf die Möglichkeit einer Krankheitsentstehung hin, die bei diesem Menschen wesentlich häufiger vorkommen wird als bei jemandem, der diese Zeichen nicht hat. 
Man spricht deswegen ganz entschieden in der heutigen Zeit von Irishinweisen, obwohl im allgemeinen Sprachgebrauch immer noch der Begriff der Irisdiagnostik verwendet wird.

Diagnose bedeutet aber streng genommen,  ein klar umrissenes Krankheitsbild bestimmt werden kann. Dies ist mit den Irishinweisen häufig nicht möglich.
Trotz alledem ist die Beurteilung des Irisbildes sehr interessant und wegweisend für die weitere Therapie. Die Ärzte haben leider irrtümlicherweise immer versucht, die Irisdiagnosen mit ihren medizinischen Diagnosen zu vergleichen. Das gelingt in den seltensten Fällen richtig.

Die Heilpraktiker andererseits haben die Irishinweise benutzt, um schon frühzeitig zu erkennen, in welche Richtung der Patient in seinem Krankheitsgeschehen neigen wird.

Aus diesem Grunde haben sie ebenso frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um die Krankheitstendenz abzumildern oder möglichst sogar zu vermeiden.

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In der Iris sind die Körperorgane abgebildet

Die Lokalisation und Verteilung der Körperorgane (Topographie) in der Iris ist ein sehr schwieriges Kapitel, da es eine ganze Reihe verschiedener Schulen gibt, die durchaus unter-schiedliche Ansichten über die Lage der Organe haben. Hierfür hat der Schulmediziner normaler-weise ebenfalls wenig Verständnis und lehnt auch aus diesem Grund die Irishinweise gerne in Bausch und Bogen ab.
Die Unsicherheit der Lokalisation der einzelnen Organe ist zwar bedauerlich. 
Andererseits ist sie aber nicht so entscheidend, daß nicht die vielen anderen positiven Aspekte der Iriszeichen weiterhin gewertet werden sollten. Sie sind ausreichend, um den großen Wert der Irisbeurteilung darzulegen. 
Wir unterscheiden die rechte Iris von der linken. In der rechten Iris sind die rechtsseitigen Organe abgebildet, in der linken die linksseitigen. 
Auf der zur Nase hingerichteten Seite ordnet man eher die vorderen Organe des menschlichen Körpers ein, auf der Schläfenseite eher die hinteren. 
Das Gehirn ist oben und die Beine sind unten abgebildet. Auch die Unterleibsorgane liegen dem-zufolge unten.

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Organsystem ist in sechs konzentrische Kreise unterteilt

Magen und Darm liegen im inneren Bereich der Iris, im so genannten Krausenbereich. Nach den Vorstellungen der Irisdiagnostiker soll die Haut sich ganz außen abbilden und in den inneren Bereichen von innen nach außen zunächst Blut und Lymphe, dann Muskeln, Knochen und Gelenke, danach das endokrine System (dazu gehören Drüsen, die ihre Sekrete in die Blutbahn abgeben) und das Hormonsystem dargestellt sein. Man unterscheidet so sechs konzentrische Kreise, die man den verschiedenen Organen oder Organsystemen zuordnet.

Ob das alles nun völlig richtig ist, ist durchaus noch fraglich. Genauso ist auch die Lokalisation von anderen inneren Organen wie der Lunge, der Wirbelsäule, der Schilddrüse und der verschiedenen anderen Hormondrüsen nicht ganz sicher. Allerdings gibt es im großen und ganzen doch eine gewisse Übereinstimmung, so daß man im allgemeinen von einer ausreichenden Festlegung der Lokalisation der inneren Organe in der Iris ausgeben kann. Zwar ist das Ganze noch etwas verschwommen und von Schule zu Schule unter Umständen unterschiedlich. Die großen Richtungen aber, wie oben und unten, rechts und links, Lokalisation von zum Beispiel Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber, Bauchspeicheldrüse und Milz erscheint sicher.

Im inneren Bereich der Iris liegt wie bereits erwähnt, die so genannte Krause. In der Krause sind nach allgemeiner Ansicht im inneren Teil der Magen, im äußeren Teil Dünndarm und Dickdarm abgebildet. Manche Therapeuten behaupten von sich, in der Iris sogar die Operation eines Magens oder eines Blinddarms erkennen zu können.

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Krause gibt Auskunft über Magen-Darm-Bereich

Fest steht, daß die Farbe und das Aussehen der Krause viele Hinweise auf die Beschaffenheit des so genannten Magen-Darm-Traktes gibt. Die Krause kann weit sein, dann zeigt sie oft auch eine Erweiterung des Darmes an, oder sie kann eng sein, dann ist der Hinweis auf Verspannungen, Verkrampfungen und eventuell dadurch bedingte Schmerzzustände im Magen-Darm-Bereich gegeben. Eine bestimmte Färbung der inneren Krause des Magenbereichs deutet sogar auf eine Übersäuerung des Magens hin. Im äußeren Bereich kann man oft Hinweise auf Ausstülpungen der Dickdarmwand (Divertikel) finden, das sind Aussackungen im Darm, die unter Umständen Störungen und Krankheiten entwickeln können.

Iriskrause -Bitte klickenDiese unterschiedlichen Bilder sind schon im  Kleinkind- und Jugendalter zu sehen, ohne daß irgendwelche Beschwerden aufgetreten sein müssen. Man würde vermutlich auch bei genauer Suche gar nichts finden, weil es sich um eine Anlage handelt, die später zur Störung oder Krankheit werden kann, aber nicht werden muss, wenn sich der Patient entsprechend verhält und seine Lebensführung darauf einstellt. Beispielsweise sollte jemand, der zu Sodbrennen neigt, auf Süßes, Kaffee und andere Schleimhaut reizende Nahrungsmittel verzichten. Und jemand, bei dem eine Neigung zu Divertikeln oder Darmerweiterung angezeigt ist, muss darauf achten, daß er einen regelmäßigen Stuhlgang hat.

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Augenfarbe weist auf Stoffwechsellage hin

Die Bedeutung der Augenfarbe wurde bereits erwähnt. Nun gibt es aber auch aufgrund der Farben in der Iris eine Vielzahl von Hinweisen auf die inneren Organe, besonders auf die Stoffwechselorgane. Braune Farben oder Pigmentflecke weisen hauptsächlich auf eine Leberschwäche hin. Die Leber muss dann in die Behandlung mit einbezogen werden.
Sind die Farben mehr Orange, dann ist eher von einer Störung der Bauchspeicheldrüse auszugehen, wobei dann diese in das Therapiekonzept einbezogen werden muss.

Handelt es sich um eine gelbe, oft sehr leichte Färbung, liegt häufig eine Nierenschwäche vor, die ebenfalls behandelt werden muß.
Daneben gibt es auch Zeichen für rheumatische Erkrankungen wie weiße Flocken, weiße Streifen mit Hinweis auf Entzündungen, das so genannte "gekämmte Haar" weist auf eine Entzündungsneigung hin, die mit einer früher durchgemachten Tuberkulose, eventuell schon der Eltern oder Großeltern, zusammenhängen soll. Eine entsprechende Therapie der so genannten Tuberkulose Anlage ist dabei oft sehr günstig, weil damit der Gesamtgesundheitszustand des Patienten gebessert werden kann.

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Wichtige Zeichen der Iris geben Hinweise

 

Blaue Farbe

Leitgefäße Neigung zu Krankheiten mit Entzündungen sowie Lymphbelastung

Braune Farbe

Hinweis auf Krankheiten des Blutes, der Adern und der blutbildenden Organe

Braune Farbflecken

Leberbelastung

Orange Farbflecken

Belastung der Bauchspeicheldrüse

Hellgelbe Verfärbung

Nierenbelastung

Enge Pupille

gespannte Persönlichkeit

Weite Pupille

meist ruhige Persönlichkeit

Endrundete Pupille

Störung im Nervensystem

Weiße Flecken

Punkte oder Streifen sind Hinweise auf rheumatische Erkrankungen

Erweiterte Krause

Hinweis auf Dickdarmerweiterung

Enge Krause

Verkrampfung im Magen- und Darmgebiet

Krampfringe

Neigung zu Verkrampfungen

Arcus senilis

so genannter Greisenring

Lipoide

Hinweis auf Fettablagerung

Leitgefäße

Hinweise auf Belastung des jeweiligen Sektors

Fettablagerungen im äußeren Bereich des Auges (Arcus senilis = so genannter Greisenring) gehen häufig einher mit einer Abnahme der geistigen Fähigkeiten. Solche Ablagerungen gibt es aber auch, ohne dass man bei dem Patienten irgend welche Veränderungen im Wesen oder in seiner geistigen Leistung feststellen kann.
Fettablagerungen neben dem Auge haben die Bedeutung einer allgemeinen Neigung des Patienten zu solchen Ablagerungen auch sonst im Körper, für die Iris haben sie keine spezifische krankheitsbestimmende Wertigkeit.

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Rote Äderchen weisen auf geschwächte Organe hin

Bei Kindern findet man ganz selten rote Äderchen größeren Durchmessers im Auge. Die meisten sind sehr fein und nur mit der Lupe zu erkennen.
Beim Erwachsenen aber findet man sehr häufig ein oder mehrere solcher ganz stark sichtbaren Blutgefäße, die, natürlich wie alles im menschlichen Organismus auch, ihre Bedeutung haben. Sie liegen meistens in bestimmten Sektoren und werden dann den dort lokalisierten Organen zugeordnet, wie zum Beispiel der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Milz, den Nasennebenhöhlen, der Schilddrüse und der Lunge. Dies bedeutet, dass die oben genannten Organe, wenn ein solches Leitgefäß in ihrem Sektor zu finden ist, in irgendeiner Art und Weise geschwächt sind und nicht mehr so hundertprozentig funktionieren können.
Dies ist allerdings mit den üblichen Laboruntersuchungen der Schulmedizin selten festzustellen. Bei genauer Befragung findet man aber oft eine gewisse Neigung zu Schwächen der verschiedenen Organe, zum Beispiel bei der Leber eine Fett- oder Alkoholschwäche, bei der Bauchspeicheldrüse die Neigung zu Blähungen und bei der Milz die Neigung zu lnfekten. Die Gefäße geben Hinweise (aber keine genaue Diagnose) auf Schwächen, die für die Beurteilung des Gesamtzustandes und für die daraus zu entwickelnde Therapie wichtig sind.

Heilpraktiker lüfteten das Geheimnis der Irisfarbe

Es waren Heilpraktiker, die die Irisdiagnostik entwickelt und sie bis heute erhalten haben. Ansonsten wäre diese wunderbare Methode wahrscheinlich in Vergessenheit geraten. Der gut ausgebildete Therapeut sortiert alle die oben genannten Zeichen und baut darauf ein Therapiesystem auf. Wenn er zum Beispiel Leberzeichen sieht, wird er die Leber immer in die gesamte Therapie mit einbeziehen, egal ob jemand Fußschmerzen oder Haarausfall hat. Immer steht die Leber in der Therapie mit im Vordergrund. Dies gilt auch für alle anderen Organe.

Es ist völlig unabhängig, an welcher Krankheit der Patient leidet, weswegen er medizinischen Rat sucht. Wichtig ist, dass er Schwächezeichen in seinen Organen aufweist, die man in der Iris sehen kann und die man dann unbedingt mit in die Therapie einbeziehen muss. Der Therapeut erhält so eine andere Sicht des vor ihm sitzenden Patienten und hat einen anderen Zugang zu all seinen Störungen. Mit den üblichen Laboruntersuchungen der Schulmedizin sind diese Organschwächen nicht festzustellen.
Der Iristherapeut weiß schon nach wenigen Augenblicken, wo die anlagebedingten Schwächen des Patienten sind und wie er sie in die Therapie mit einbeziehen muss. Vorausgesetzt, er hat die entsprechende Ausbildung dafür. Wenn ihm das alles gelingt, dann ist er dem reinen Schulmediziner einen Riesenschritt voraus, weil er beispielsweise die Kopfschmerzen nicht mit Kopfschmerz-Tabletten behandeln muss, sondern dafür sorgt,  das Organ, welches ein Schwächezeichen ausweist angesprochen und in die Therapie miteinbezogen wird. Daraus ergeben sich ganz andere therapeutische Möglichkeiten.

Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen, aus "Der Naturarzt"

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