![]() |
Lessingstr. 16 · 76709 Kronau Tel.: 07253/3 26 27 Fax: 07253/ 95 33 19 |
![]() |
|
|
||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Homöopathie
Inhaltsverzeichnis
|
|||||||||||||
|
Die Homöopathie ist Heilverfahren, bei dem durch Potenzierung (Verdünnung) und Gabe von pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Wirkstoffen eine Heilung erzielt wird. Im Jahre 1790 beobachtete
Samuel Hahnemann (geboren 10.4.1755 in Meißen, gestorben 2.7.1843,
das Grab befindet sich in Paris auf dem Friedhof Père Lachaise)
in einem Selbstversuch mit Chinarinde mehr zufällig, dass diese Substanz
bei ihm genau diejenigen Symptome erzeugte, gegen die sie bei Kranken eingesetzt
wurde. In zahlreichen weiteren Versuchen an Freunden, Angehörigen
und sich selbst untersuchte er viele weitere Substanzen pflanzlichen, tierischen
oder mineralischen Ursprungs und kam immer wieder zu dem Ergebnis, dass
Arzneien an Gesunden charakteristische Symptome hervorrufen, die sie bei
Kranken wiederum heilen. Als erster in der Medizin führte er kontrollierte
Experimente mit Arzneimitteln an gesunden Versuchspersonen durch, sogenannte
Arzneimittelprüfungen.
Eine Behandlung mit demjenigen Arzneimittel, welches beim gesunden Menschen die meisten ähnlichen Symptome erzeugt, vermag - in besonderer, potenzierter Form verabreicht - die Krankheit zu heilen (simila similibus curantur, § 25 Organon) »Die Therapie mit "Gegenmitteln" (contraiia contraiiis, z.B. Schmerzen, Schlaflosigkeit, Diarrhoe mit Opium) lehnt Hahnemann wegen der Gefahr der langfristigen Verschlimmerung oder der Entstehung neuer Krankheiten ab (§ 57 f. Organon), in Notfällen ist sie jedoch ausdrücklich erlaubt. Die Symptomatik geläufiger
Vergiftungen mit stark wirkenden Pflanzen (Tollkirsche, Mutterkorn) erleichtert
auch heute am ehesten und überzeugendsten den Einstieg in die Homöopathie.
Hahnemann hat an sich, seiner Familie und seinen Mitarbeitern über
100 Mittel geprüft.
Grundlage der Arzneimittel sind Pflanzen, deren Verarbeitung meist in frischem Zustand erfolgt, Tiere oder tierische Produkte und Mineralien. Aus den Urtinkturen bzw. Urstoffen werden mit Alkohol oder Milchzucker folgende Arzneiformen bereitet:
D 2 von 1:100 D 3 von 1:1.000 usw. Analog gilt das für C-Potenzen: C 1 = 1:100
Wenn Hahnemann später die Verdünnungen "Potenzen" (lat. potentia = Kraft) nannte, so hatte er dafür Gründe. Sein Verfahren war kein einfaches Verdünnen. Durch dieses stufenweise Verdünnen und eine spezielle Manipulation mittels Schütteln und Verreiben, glaubte er, den Arzneien einen höheren Wirkungsgrad verleihen zu können, als von ihrer stofflichen Konzentration zu erwarten war. Er nahm mit diesem Verfahren Probleme der koloidalen Zustandsänderungen und anderer physikalischer Phänomene wie Katalyse, Affinität und Resonanz vorweg, über die wir erst heute einige Klarheit besitzen. Wie ernst auch heute die Angaben Hahnemanns genommen werden, geht aus dem neuen amtlichen Homöopathischen Arzneibuch hervor. Als Richtschnur für die Verordnung gilt allgemein: Je akuter und gröber die gesundheitliche Störung, um so tiefer ist die Potenz zu wählen und um so häufiger gilt es sie zu verabreichen. Je feiner und chronischer das Krankheitsbild sich darstellt, um so höher ist die Potenz zu wählen und um so weniger, evtl. nur einmalig wird sie verabreicht. Eine sogenannte Erstverschlimmerung zeigt dem Therapeuten, daß er mit der Mittelwahl richtig liegt. Für den Patienten macht sich eine Erstverschlimmerung wie folgt bemerkbar: Wiederaufflammen der Symptomatik innerhalb der nächsten drei Tagen nach Gabe des homöopathischen Mittels, die Symptome bessern sich und verschwinden in einem Zeitraum von 24 Stunden und sind nie so schlimm wie sie schon einmal waren. Durch das nochmalige körperliche Durchleben der Symptomatik wendet sich das Krankheitsbild zu einer raschen Genesung. Hahnemann verabreichte nur Einzelsubstanzen.Aus dieser heute
als klassische Homöopathie bekannten Heilmethode entwickelten nachfolgende
Therapeuten z.B. die Komplexmittelhomöopathie, bei der ein Gemisch
aus homöopathischen Einzelmitteln zusammenwirkt, oder nach Dr. Schüßler
die Therapie mit 24 homöopathisch aufbereiteten, lebensnotwendigen
Salzen des Körpers.
|
|||||||||||||